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Apr 29th
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Treibhausgase

Mit Treibhausgasen bezeichnet man Gase, die den Treibhauseffekt verstärken. Dabei muss man allerdings zwischen natürlichen Quellen und künstlichen bzw. von Menschen erzeugten Quellen unterscheiden.

Kohlendioxid war beispielsweise schon Bestandteil der Erdatmosphäre, bevor es den Menschen gab. Bei Waldbränden und Ausbrüchen von Vulkanen ist die Entwicklung von Kohlendioxid völlig natürlich. Es entsteht auch immer dort, wo es Leben gibt. So atmet jedes Tier und jeder Mensch Kohlendioxid aus. Von Pflanzen wird dieses Kohlendioxid wiederum gespeichert. Durch den Prozess der Fotosynthese wird das Kohlendioxid wieder in Sauerstoff umgewandelt.



Auch Methan ist ein Gas, das nicht erst durch den Menschen in die Natur gekommen ist. Wenn Tiere verdauen, ist eine Freisetzung von Methan ganz natürlich. Auch in Sümpfen wird Methan bei Zerfallsprozessen seit Millionen von Jahren erzeugt.

Doch auch wenn ein Großteil der Treibhausgase nicht erst durch den Menschen Teil der Erdatmosphäre geworden ist, so ist der Mensch doch dafür verantwortlich, dass das Gleichgewicht aus dem Lot gekommen ist: Die Anteile der Treibhausgase in der Atmosphäre bewirken eine sukzessive Erwärmung der Erde. Das Schlimme daran: Eine solche Entwicklung lässt sich nicht von heute auf morgen stoppen. Die Folgen der Luftverschmutzung spüren wir erst Jahre und Jahrzehnte später. Deshalb ist es wichtig, früh die Zeichen der Gefahr zu erkennen und Maßnahmen zu ergreifen. Das Kyoto-Protokoll stellt einen solchen Versuch dar, die Auswirkungen der Treibhausgase auf unsere Umwelt und auf unser zukünftiges Leben zu minimieren.

Das Kyoto-Protokoll sieht bis zum Jahr 2012 für sechs Gase, die diesen Effekt besonders anfachen, eine Reduzierung des Ausstoßes um 5,2 Prozent vor. Die Gruppe der sechs Gase umfasst im Einzelnen: Kohlendioxid, Methan, Lachgas, perfluorierte Kohlenwasserstoffe, halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe und Schwefelhexafluorid.

Diese einzelnen Gase werden durch verschiedene chemische Prozesse verursacht: Kohlendioxid etwa entsteht hauptsächlich durch die Verbrennung von Kohle, Gas, Erdöl und Holz. Methan wird beispielsweise bei der Viehzucht, beim Reisanbau und auf Deponien freigesetzt. Auch Lachgas entsteht auf Deponien, aber auch bei der Stickstoffdüngung. Der Ausstoß von halogenierten Fluorkohlenwasserstoffen wird durch die Verwendung von Kühlmitteln verstärkt. Schwefelhexafluorid wird in der Schwerindustrie verwendet, so z. B. um elektrische Hochspannungsleitungen zu isolieren. Um den Ausstoß all dieser Gase zu reduzieren, sind entscheidende Eingriffe in den Ablauf der hier genannten Prozesse nötig. Dies ist ein wichtiger Ansatz, der hilft, das Klimasystem der Erde wieder in ein natürliches Gleichgewicht zu bringen.


 
Insbesondere das Verbrennen von fossilen Energieträgern hat den Treibhauseffekt in den letzten Jahrzehnten enorm verstärkt. Das Problem ist jedoch, dass eine Reduzierung nicht einfach zu bewerkstelligen ist. Denn auf viele der Errungenschaften und Luxusgüter der modernen Gesellschaft möchten wir nicht mehr verzichten. Wer kann sich schon ein Leben ohne elektrisches Licht, beheizte Wohnungen, ohne Fernreisen mit Flugzeug oder gar Auto vorstellen?