Klimawandel Heute

Der Klimawandel kommt!

Saturday
Apr 29th
Text size
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Natürliche Klimazyklen

Das Klima ändert sich, doch ist allein der Mensch schuld daran? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, da das Klima äußerst komplexen Prozessen unterworfen ist. Hinzu kommt, dass viele Schwankungen zufällig sind und eher einem chaotischen als einem geregelten Prinzip folgen. Auch wenn wir kurzfristig eine Häufung von Unwettern bemerken, muss das nicht zwangsläufig bedeuten, dass sich das Klima geändert hat. Gerade bei Ereignissen, die uns persönlich betreffen oder in unserer näheren Umgebung passieren, neigen wir dazu, darin eine direkte Folge des Klimawandels zu sehen. Doch einzelne Ereignisse sagen wenig darüber aus. Klimaforscher dagegen betrachten Zeiträume von tausend Jahren und mehr. Aus ihren Betrachtungen geht hervor: schon immer gab es unterschiedliche Klimaphasen, die u.a. auch Wetterveränderungen und –phänomene hervorriefen.



Beispiele für Schwankungen im Erdklima gibt es viele. Eines der bekanntesten Phänomene ist sicherlich die Eiszeit. In Deutschland finden wir noch heute Zeugen dieser Zeit, die lediglich 11.000 Jahre zurückliegt: Endmoränen und Findlinge, schwere Steine, die durch die Gewalt von Eisbergen an ihren Platz verbracht wurden. Auch dass die Sahara einst fruchtbar war und keine solche Einöde wie heute, ist wissenschaftlich bewiesen. Vor 6.000 Jahren gab es dort noch große Seen.

Natürliche Schwankungen des Klimas entstehen z. B. durch sogenannte Orbitalvariationen, eine leichte Kreiselbewegung der Erde, die dazu führt, dass zeitweise die Südhalbkugel und zeitweise die Nordhalbkugel der Erde mehr Sonnenstrahlung erhält. Da sich das Meer auf der Erde nicht gleichmäßig verteilt, entstehen so Schwankungen im Klima. Daraus ergeben sich Klimazyklen zwischen 20.000 und 100.000 Jahren. Doch das wissenschaftliche Gebiet, das sich mit der Erforschung der Klimazyklen beschäftigt, ist noch lange nicht abgeschlossen. Um die notwendigen Daten zu erhalten, sind oft enorme Anstrengungen notwendig. Eis- und Tiefseebohrkerne ermöglichen ein genaueres Bild von der Geschichte des Erdklimas. Weitere Methoden werden zu Zeit entwickelt. Diese sollen zum Beispiel auch die Feuchteschwankungen messen, die sich – wie man festgestellt hat – sehr stark auf das Klima auswirken.