
Offensichtlich ist zunächst, dass es unabhängig von diesen Unterschieden mit sehr großer Wahrscheinlichkeit und unter Beibehaltung des heutigen Entwicklungstrends zu negative Umweltauswirkungen kommen wird. Dabei ist nicht nur die Erwärmung an sich zu berücksichtigen, die zum Beispiel direkt zu Dürren führen kann, sondern auch ihre indirekten Folgen. Unter bestimmten Umständen kann die Erwärmung der Atmosphäre auch den gegenteiligen Effekt erzielen: Werden durch die Temperaturerhöhung Meeresströme wie der Golfstrom abgelenkt, würde dieses einen massiven Temperatursturz in Europa und Nordamerika mit sich bringen.
Die Liste der potenziellen negativen Effekte der globalen Erwärmung ist mit einer bereits erschreckenden Aufzählung von Dürren, Überschwemmungen, Waldbränden, Versauerung der Meere und Artensterben noch längst nicht vollständig. Berücksichtigt werden müssen auch politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen.
Da mit unterschiedlich starken negativen Folgen der globalen Erwärmung für die verschiedenen Regionen der Welt zu rechnen ist, ist es möglich, dass die Anzahl von Umweltflüchtigen ansteigen wird. Heutige Umweltflüchtlinge sind zumeist Personen, die vor den Auswirkungen einer konkreten Umweltkatastrophe gezwungen werden, ihr Heimatgebiet zu verlassen. Je nachdem um was für einen Katastrophe es sich dabei handelt, besteht die Chance, nach einer gewissen Zeit in die Heimatregion zurückzukehren. In Zukunft besteht allerdings die Möglichkeit, dass Menschen deshalb zur Flucht gezwungen werde, da ihr Lebensraum nachhaltig geschädigt ist. Eine Rückkehr in das Heimatgebiet wäre dann nicht mehr möglich.
Heutige Klimabrennpunkte sind laut einer Studie des wissenschaftlichen Beirats „Globale Umweltveränderung (WBGU)“ der Bundesregierung die Karibik und der Golf von Mexiko, Amazonien, die Andenregion, Südeuropa und Nordafrika, die Sahelzone, das südliche Afrika, Zentralasien, der indische Subkontinent und China. Das dabei am häufigsten auftretende Problem ist die zunehmende Trockenheit und ihre Auswirkungen.


