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Feb 05th
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Veränderung der Meeresströmungen

Die Meeresströmungen haben einen großen Einfluss auf unser Klima. Wie auch die Luftzirkulation der Erde beeinflussen auch sie den weltweiten Temperaturaustausch. Für Europa etwa ist der Golfstrom sehr wichtig. Er zieht sich vom Golf von Mexiko bis in den Atlantik, wo er sich hauptsächlich nach Norden fortsetzt. Er ist für das verhältnismäßig warme Klima in Europa verantwortlich. Denn vergleicht man Orte auf anderen Kontinenten bezüglich ihres Breitengrades miteinander, so fällt auf, dass Neapel ungefähr auf dem gleichen Breitengrad liegt wie New York. In Neapel beträgt die durchschnittliche Jahrestemperatur allerdings 16 Grad Celsius und in New York 12 Grad Celsius. Hier wird deutlich, welchen starken Einfluss der Golfstrom für das Klima in Europa hat.

Leider bleiben Richtung und Stärke der Meeresströmungen nicht immer konstant. Wie alle Naturphänomene reagieren auch die Meeresströmungen auf Veränderungen wie z. B. auf Wind, auf Dichte und Salzgehalt und auf Erwärmung bzw. Abkühlung.



Ein Beispiel stellt der El Niño dar: In unregelmäßigen Abständen taucht dieses Phänomen im östlichen Pazifik als eine warme Meeresströmung, hervorgerufen durch eine Unregelmäßigkeit der Passatwinde auf. Aufgrund veränderter Einflüsse verstärkt sich El Niño seit einigen Jahren – mit verheerenden Folgen, das globale Wetter ist davon betroffen. So kommt es zu sehr starken Regenfällen und Überschwemmungen an der Westküste von Süd- und Nordamerika, mehr Regen in Ostafrika und verheerendere Wirbelstürme vor Mexiko, während vor allem das Amazonasgebiet in Brasilien, Australien und Südostasien unter extremer Trockenheit leiden. Eine direkte Folge ist auch der Zusammenbruch der Nahrungskette vor der Westküste Südamerikas: da das Plankton der kalten Meeresströmung fehlt, fehlen Fische und mit ihnen andere Meeresbewohner, Robben und Seevögel. Diesen Effekt bekommen die Fischer Südamerikas direkt zu spüren: Es gibt kaum noch Fisch.

Der El Nino ist nur eine von vielen Meeresströmungen, die Einfluss auf das Klima nehmen. Die Gesamtheit der Strömungen, Ursachen und Folgen ihrer Veränderung sind jedoch von den Meeresforschern noch nicht vollständig geklärt. Während die Oberflächenströmungen der Meere schon längst bekannt sind, weiß man über die Tiefenströmungen zum Beispiel noch sehr wenig.

Forscher vermuten, dass sich der Golfstrom durch die globale Erwärmung abschwächen wird. Dies würde zu einer moderateren Klimaveränderung in Europa führen. Insgesamt hat sich die Ozeanzirkulation in der Vergangenheit als sehr unstabil erwiesen, Veränderungen in den Strömungen haben schon zu raschen Klimaveränderungen geführt.