
Aktuell sind etwa eine Milliarde Menschen von Trinkwasserknappheit bedroht. Die Knappheit bedeutet jedoch nicht, dass diese Menschen verdursten, vielmehr fehlt ihnen das Wasser hauptsächlich zur Bewirtschaftung ihrer Felder und zur Haltung des Viehes. Zwei Drittel des Trinkwassers fließen weltweit in die Landwirtschaft. Für ein Kilo Getreide werden z. B. 1500 Liter Wasser benötigt.
Einige Länder versuchen ihren Trinkwasserbedarf zu decken, indem sie Grundwasserlager anbohren, die 200 bis 300 Meter unter der Erdoberfläche liegen. Diese sind vor mehreren Tausend Jahren entstanden, ein Wiederauffüllen ist nicht mehr möglich. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Trinkwasser durch Entsalzungsanlagen zu gewinnen. Meerwasser kann so in für den Menschen nutzbares Wasser umgewandelt werden. Vor allem im Nahen Osten baut man häufig große Entsalzungsanlagen. Bedingung hierfür ist, dass das Wasser nicht stark z. B. durch Öl kontaminiert ist.
Problematisch an den Entsalzungsanlagen ist, dass sie oft unter einem hohen Energieaufwand betrieben werden. Außerdem entstehen dabei viele Treibhausgase, die wiederum den Prozess der globalen Erwärmung vorantreiben. Damit gerät man in einen Teufelskreislauf. Die beste Lösung ist immer noch, das Wasser zu sparen oder Süßwasser wiederzuverwerten. Langfristig ist die Bewässerung der Äcker mit Wasser aus Entsalzungsanlagen unwirtschaftlich.
Heute gibt es bereits etwa 10.000 Entsalzungsanlagen weltweit und die Zahl wird noch drastisch steigen, denn das Bevölkerungswachstum ist gerade in trockenen Gebieten der Erde sehr hoch.


