
Gerade die Diskussion über das mögliche Ansteigen des Meeresspiegels bietet dafür ein gutes Beispiel: Einige Forscher behaupten, ein Ansteigen des Meeresspiegels ist geradezu unvermeidlich, andere sagen, dass der Meeresspiegel mehr oder weniger gleich bleibt. Die Aussage des IPCC, dass in den nächsten hundert Jahren ein Anstieg zwischen 10 und 90 Zentimetern zu erwarten sei, liefert hier ein deutliches Beispiel der Unsicherheit. Steigt der Meeresspiegel wirklich markant an, bedeutet das aber nicht allein den Verlust von Lebensraum, sondern auch massive Probleme im Nahrungsmittelanbau. Viele Reisfelder in Indien und Bangladesch würden versalzt. Ungefähr die Hälfte der Ackerflächen in Bangladesch wäre davon betroffen.
Andere Entwicklungen lassen sich mit größerer Genauigkeit prognostizieren – so etwa der erst kürzlich entdeckte Prozess des Global Dimmings. Durch eine Häufung der Ruß- und Staubpartikel in der Luft kommt es zu einer vermehrten Tröpfchenbildung. Die Folge: Mehr Wolken verdunkeln unseren Himmel und reflektieren Sonnenstrahlen, die wieder ins All reflektiert werden.
Aber auch die Auswirkungen des Treibhauseffektes sind absehbar. Eine weitere Ausbreitung der Wüsten, Trinkwasserknappheit, Dürren und somit auch Hungersnöte wären die Folgen. Um dies zu verhindern, müssen die Treibhausgase stark reduziert werden. Eine Verminderung des Kohlenstoffdioxids und des Methans ist unumgänglich.


