
Wetterextreme spüren wir jetzt schon, in Zukunft werden sie jedoch noch stärker und häufiger auftreten. Man hat beispielsweise festgestellt, dass sich die Temperatur in den letzten 100 Jahren um etwa 1 Grad erhöht hat. Das klingt nach wenig, wer kann z. B. schon mit Sicherheit sagen, ob in einem Raum gerade 20 oder 21 Grad herrschen. Doch so darf man die Statistik nicht auffassen. Ein Durchschnittswert von einem Grad hat durchaus schwerwiegende Konsequenzen. Denn die Erhöhung des Durchschnittswertes hat eine Häufung von Wetterextremen zur Folge wie etwa Hitzeperioden oder Überschwemmungen.
Klimaschützer halten die Erhöhung um durchschnittlich zwei Grad für eine entscheidende Marke. Wird sie überschritten, hat dies besonders schwere Konsequenzen. Deshalb drängen sie Politiker, Verbraucher und Industrie, alles dafür zu tun, um den durchschnittlichen Anstieg der Temperatur unter den zwei Grad Celsius zu halten. Nur so können Wetterextreme wie Hitze, Dürre oder Kälteperioden verhindert werden.
Anzeichen für ein Ansteigen der Wetterextreme gibt es in vielen Regionen der Erde: In der Sahelzone in Afrika kommt es vermehrt zu Dürren, ebenso im Mittelmeerraum, in Nord-Afrika und Südasien. Der Osten Nord – und Südamerikas verzeichnet zum Teil extreme Niederschlagsmengen, dasselbe gilt für Nord- und Zentralasien. Gespeichert wird die Wärme durch die Ozeane, die 71% der Erdoberfläche bedecken. Die Speicherung verhindert, dass Gegenmaßnahmen – wie eine Reduktion des CO2 in der Atmosphäre – diesen Prozess schnell bremsen. Noch in einigen Jahren und Jahrzehnten werden wir die Folgen der Erwärmung spüren, selbst wenn die Ursachen längst beseitigt wären.
Aber nicht allein Hitzeperioden sind die Folgen eines Klimawandels. Mitunter kommt es auch zu ungewöhnlicher Kälte. So waren einige Winter in Südafrika auffallend kalt. Starken Schneefall und Temperaturen von bis zu minus neun Grad Celsius kannte man dort bisher nicht.


