
Dass sich in Deutschland das Klima ändert, das meinen Viele an der Zunahme der heißen Sommer zu spüren. Tatsächlich gehören einige der Sommer der letzten Jahre zu den heißesten, die je gemessen wurden. Dennoch scheuen sich einige Klimaforscher, von einer Klimaveränderung zu sprechen. Denn eine kurzfristige Erhöhung der Temperatur kann viele Ursachen haben, beispielsweise die Erhöhung der Sonnenaktivität, auf die wir Menschen keinen Einfluss haben.
Sollte jedoch der Trend anhalten, kann von einem beginnenden Klimawandel gesprochen werden. Die sommerlichen Niederschläge werden in Deutschland, so einige Prognosen, um 30 Prozent zurückgehen. Die Winter werden dagegen feuchter, hier werden die Niederschläge voraussichtlich um 30 Prozent steigen. Dies ist besonders für all diejenigen gefährlich, die in Flussnähe wohnen. Denn ein derartiger Anstieg der Niederschläge im Winter wird zu einer Verstärkung der Hochwassergefahr im Frühjahr führen. Ein „Jahrhunderthochwasser“ wird auf das nächste folgen.
Dass sich ein Klimawandel vollzieht, davon sind vor allem auch die Versicherungen überzeugt. Ihre Statistiken zeigen, dass die Zahl der Naturkatastrophen in den letzten Jahren angestiegen ist. Sie gehen von einem Anstieg um das Dreifache aus, die volkswirtschaftlichen Schäden haben sich sogar verneunfacht. Dies zeigt, dass die Veränderung des Klimas auch enorme wirtschaftliche Folgen haben wird.
Ein Umdenken ist z. B. in der Energiepolitik gefragt. Mehr und mehr müssen fossile Energieträger wie beispielsweise Öl und Kohle durch regenerative Energien ersetzt werden. Die Autoindustrie ist ebenfalls gefordert: Energiesparautos werden künftig einen Boom erleben.


