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Deuterium-Tritium-Reaktion

Tritium und Deuterium sind Isotope des Wasserstoffs, dass heißt sie haben jeweils ein Proton aber unterschiedlich viele Neutronen. Deuterium hat 1 Neutron, Tritium 2. Deshalb wird Deuterium auch als "schwerer Wasserstoff" und Tritium als "sehr schwerer Wasserstoff" bezeichnet. Der normale Wasserstoff wird auch als Protium bezeichnet und besitzt selbst kein Neutron. Bei der "Verschmelzung" von Tritium und Deuterium bildet sich für eine unglaublich kurze Zeit ein Kern, welcher aber sofort in einen Heliumkern und in ein Neutron zerfällt. Der Heliumkern besitzt 3,5 Millionen Elektronenvolt(Mev), das Neutron 14 Millionen Elektronenvolt (kinetische Energie. Das Neutron wird in der Kernfusion zur Energiegewinnen benutzt. Die Energie des Heliumkerns wird zur Erhitzung der Materie genutzt. Die Vorteile dieser Reaktion sind im Vergleich zur Kernspaltung sofort ersichtlich. Die beiden Endprodukte (Neutron und Heliumkern) sind nicht radioaktiv.Zusätzlich kann es keine Kettenreaktion geben, da die beiden Endprodukte keine Reaktion in Gang setzen. Dadurch ist die Kernfusion sicher. Leider ist der Stoff Tritium radioaktiv und hat nur eine Halbwerstzeit von 12,3 Jahren. Dadurch kommt in der Natur so gut wie kein Tritium vor. Tritium muss also "künstlich" erzeugt werden. Dies geschieht durch Neutronenbeschuss von Lithium. Dabei entsteht der gewünschte Tritiumkern und ein Heliumkern. Es können für diese Reaktion allerdings nur die beiden stabilen Isotope des Lithiums benutzt werden - 6Li und 7Li. Dies bietet einen weiteren Vorteil: Es müssen keine radioaktive Stoffe gelagert werden.