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Meeresschutzabkommen

Es gibt verschiedene internationale Abkommen, die die Flora und Fauna der Meere schützen sollen. Ein Beispiel hierfür wäre das so genannte Abkommen zum Schutz der Kleinwale in Nord- und Ostsee (ASCOBANS) von 1994. Das Abkommen wurde 1991 im Rahmen der Bonner Konventionen erarbeitet und drei Jahre später von den Staaten Dänemark, Niederlande, Belgien, Deutschland, Großbritannien, Finnland, Frankreich, Litauen, Polen und Schweden abgeschlossen. Ziel ist es, die Art der Kleinen Zahnwale, zu denen unter anderem Schweinswale, Pottwale, Delfine, Schnabelwale und Gründelwale gehören, zu schützen. Besonders betroffen ist dabei die Population der Schweinswale in der Ostsee, die kurz vor dem Aussterben steht. Wale sind besonders auf den Schutz vor Umwelteinflüssen angewiesen, da sich dezimierte Populationen durch die langsame Reproduktion nur sehr zögerlich wieder erholen können.



Ein weiteres Abkommen stellt das OSPAR-Abkommen zum Schutz der Meeresumwelt im Nordostatlantik und der Nordsee dar. Es wurde in Oslo und Paris 1992 abgeschlossen und nach den ersten Buchstaben dieser beiden Städte benannt. Vertragspartner sind Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Spanien, Irland, Finnland, Schweden, Frankreich, Island, Norwegen, Portugal und die Schweiz. Die OSPAR Kommission überwacht alle Vorgänge in der Nordsee und dem Nordatlantik, die einen Einfluss auf die Umwelt haben könnten. Dazu gehört genauso die Überwachung, ob Stoffe in das Meer eingeleitet werde wie auch die Sicherheit von Bohrinseln.

Auch für die Ostsee gibt es ein spezielles Abkommen, das so genannte HELCOM-Abkommen zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee. Es wurde 1992 verabschiedet und ist seit 2002 in Kraft.

Aber nicht nur Abkommen können einen Beitrag dazu leisten, dass die Meere geschützt werden. Genauso wichtig ist die Existenz von Organisationen, die oftmals zwar nur indirekt auch mit Naturschutz zu tun haben, ohne deren Beteiligung das Unternehmen, die Meere zu schützen, aber aussichtsloser wäre. Zu nennen wären hier zum Beispiel die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO), die nicht nur die Kooperation im Bereich der Seeschifffahrt international unterstützt, sondern auch dem Ziel der verschrieben ist, die Meeresverschmutzung durch Schiffe zu verhüten.