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Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll wurde am 11. Dezember 1997 beschlossen und trat am 16. Februar 2005, nachdem genügend Mitglieder zur Ratifizierung vorhanden waren, in Kraft.
Im Grunde stellt dieser Vertrag ein Zusatzprotokoll zu den Klimarahmenkonventionen dar und besitzt Gültigkeit bis in das Jahr 2012.

Im Kyoto-Protokoll wurden zum ersten Mal konkrete und bindende Mengenbegrenzungen der Emissionen festgeschrieben. Jedem einzelnen Staat als Vertragspartner wird in diesem Zuge  eine quantifizierte Emissionsbegrenzungs- oder Reduktionsverpflichtung zugewiesen. Deutschland muss demnach und nach dem Lastenausgleich der Europäischen Union bis 2012 seinen Emissionen um 21% senken. Entwicklungsländer wurden im Kyoto-Protokoll in der ersten Verpflichtungsperiode von (2008 bis 2012) nicht zu einer Verminderung ihrer Emissionen verpflichtet. An dieser Stelle setzten sich bereits viele Staaten für eine zusätzliche Verpflichtung von China und Indien ein, da beide Länder extrem hohe Emissionen ausstoßen, aber aufgrund ihres Status als Annex III-Land nicht dazu verpflichtet werden können, ihre Emissionen drastisch zu reduzieren – bisher jedoch ohne Erfolg.



Des Weiteren sehen die einzelnen Minderungsquoten wie folgt aus: Alle EU-Staaten (inklusive der inzwischen neuen EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Rumänien, Estland, Lettland, Litauen, Slowakei, Slowenien, Tschechien) sowie Monaco und die Schweiz haben sich zu einer Minderung um 8% verpflichtet. Japan, Polen, Kanada und Ungarn liegen bei -6%,  Kroatien bei -5%, Neuseeland, Ukraine und Russland bei +/- 0%, Norwegen beschränkt sich auf eine Erhöhung von 1% sowie Russland um 8% und Island um 10%. Insgesamt wird mit dieser Quotierung eine Reduktion der Emissionen um -5,2% erreicht.

Besonders bedauerlich ist allerdings, dass das Protokoll nicht von den Vereinigten Staaten von Amerika ratifiziert wurde, die zunächst bereit waren, eine Minderung von -7% zu tragen. Die USA produzierten im Jahre 1990 6103 Mio. Tonnen Emissionen und führen damit die Liste der Staaten an, die am meisten CO2 erzeugen. Das Protokoll wurde zu Zeiten des US-Präsidenten Clinton zwar zunächst unterzeichnet, allerdings nicht ratifiziert. Die Regierung unter George W. Bush hat dieses bisher ebenfalls nicht getan und beabsichtigt dieses nach unterschiedlichen Verlautbarungen auch nicht in naher Zukunft.

2004 wurde das Kyoto-Protokoll allerdings von Russland ratifiziert, sodass nun das erforderliche Quorum von 55 Ländern, die im Jahre 1990 für 5% der Emissionen der Industrieländer verantwortlich waren, erreicht werden konnte. Zuvor lief das Unternehmen Gefahr zu scheitern, da die USA als großer Emissionserzeuger das Protokoll nicht ratifizierte. Nicht dass in diesem Fall nur ein anderes Land hätte einspringen müssen, es musste ein Land sein, welches ebenfalls in einem starken Maße Emissionen erzeugte, sodass die 55% erreicht werden konnten.

Die Kritik am Kyoto-Protokoll besteht vor allem darin, dass viele Umweltorganisationen befürchten, die vereinbarten Inhalte sind zu niedrig gefasst um tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels leisten zu können.