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Apr 29th
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Weltklimarat

1988 wurde das Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) von dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Die korrekte deutsche Bezeichnung für diesen Ausschuss lautet „Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen“. In den Medien wird er allerdings oft kurz als Weltklimarat bezeichnet. Der erste Präsident des zwischenstaatlichen Ausschusses war der Schwede Bert Bolin. Der aktuelle Präsident ist der indische Ökonom und Umweltwissenschaftler Rajendra Pachauri.



Zur Aufgabe hat sich der Weltklimarat gemacht, die Risiken der aktuellen globalen Erwärmung zu beurteilen und einzuschätzen. Um diese umfassende Aufgabe zu erledigen, gibt es im Ausschuss drei Arbeitsgruppen: Die erste Arbeitsgruppe beschäftigt sich dabei mit den wissenschaftlichen Grundlagen, die zweite mit den Auswirkungen des Klimawandels, den Anpassungsstrategien und den konkreten Verwundbarkeiten. Die dritte und letzte Arbeitsgruppe widmet sich den Maßnahmen, die zu einer Verminderung des Klimawandels führen sollen. Alle fünf bis sechs Jahre gibt der Ausschuss einen Weltklimabericht heraus, zuletzt im Jahre 2007. In diesem letzten Bericht verschärfte der Ausschuss ausdrücklich die Warnungen vor dem Klimawandel. Konkret hört sich dieses so an: Wenn die Emissionen nicht bis 2015 enorm gesenkt werden, steuern wir geradewegs in eine Klimakatastrophe. Erst bei einer drastischen Senkung sei es möglich, die Erderwärmung bei etwa 2,4 Grad stabil zu halten. Würden die Empfehlungen nicht berücksichtigt werden, sei eine Temperaturerhöhung um bis zu 6 Grad möglich, die verheerende Auswirkungen auf den Planeten und alle Lebewesen habe. Ausdrücklich empfohlen werden in dem Klimabericht des Ausschusses zu diesem Zweck, im großen Stil auf erneuerbare Energien zurück zu greifen und die Preise für die Energiegewinnung aus Kohle zu erhöhen. Sie sollen endlich die Kosten widerspiegeln, die sie durch die erzeugten Umweltschäden tatsächlich verursachen. Der Klimawandel wird auch in diesem Bericht als ein Ergebnis gesehen, welches zum Großteil auf das menschliche Verhaltens zurückzuführen ist.

Zusammen mit dem amerikanischen Politiker Al Gore hat der Weltklimarat im Jahr 2007 noch bevor der letzte Klimabericht an die Öffentlichkeit gegeben wurde für seine Arbeit den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Begründet wurde diese Preisverleihung damit, dass der Weltklimarat einen entscheiden Beitrag dazu geleistet habe, über die aktuelle Klimabedrohung zu informieren.