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Sep 04th
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Deutsche Klimaforschungseinrichtungen

Von deutscher Seite gibt es sowohl staatlich initiierte unabhängige Klimaforschungseinrichtungen als auch nicht-staatliche Institutionen.

Die Bundesregierung wird dabei in ihrer Arbeit auf dem Feld Klimapolitik von einem wissenschaftlichen Beirat zur Globalen Umweltveränderungen (WBGU) unterstützt. Er wurde im Auftrag der Bundesregierung ins Leben gerufen, da vor der Konferenz von Rio ein erhöhter Informationsbedarf und wissenschaftliche Unterstützung bei der Aufarbeitung diverser Fragestellungen bestand. Der wissenschaftliche Beirat hat nach eigenen Angaben die Aufgabe, globale Umweltprobleme zu analysieren und zu diversen Aspekten aus diesem Themenfeld Gutachten zu erstellen. Alle zwei Jahre erstellt der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen ein Hauptgutachten. Bei der Auswahl, welche Themen Eingang in dieses Gutachten finden und somit als besonders wichtig erscheinen, hat der Beirat eigene Entscheidungsfreiheit und wird nicht von der Bundesregierung beeinflusst. Die Bundesregierung kann allerdings bei Bedarf die Erstellung von gesonderten Gutachten verlangen. Das Hauptgutachten wird von der Bundesregierung zur Kenntnis genommen und unter Umständen kommentiert.



Zudem gibt es eine Vielzahl nicht-staatlicher Klimaforschungseinrichtungen wie etwa die verschiedenen Max-Planck-Institute. Im Bereich der Polar- und Meeresforschung ist das 1980 gegründete Alfred-Wegener Institut mit Sitz in Bremerhaven eine bekannte und wichtige Einrichtung, die auch einen großen Beitrag zur Klimaforschung leistet. Das Institut unterhält das leistungsfähigste Polarschiff der Welt. Zu der Alfred-Wegener-Stiftung für Polar- und Meeresforschung gehört nicht nur das Institut an sich, sondern auch eine Forschungsstelle in Potsdam, die Biologische Anstalt Helgoland und die Wattenmeerstation Sylt. Das Alfred-Wegener Institut führt dabei wissenschaftliche Forschungen in der Arktis und Antarktis sowie in den gemäßigten Klimazonen durch. Benannt wurde es nach dem Polarforscher und Geowissenschaftler Alfred Wegener, der von 1880 bis 1930 lebte. Er entwickelte im Laufe seiner wissenschaftlichen Arbeit die Theorie der Kontinentalverschiebung. Finanziert wird die Stiftung zu 90% vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.