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Mar 25th
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Klimaforscher

Besondere Bedeutung kommt den Klimaforschern zu, die als erste auf den Prozess der globalen Erwärmung hinwiesen und diesen untersuchten. Die Entdeckung des (natürlichen) Treibhauseffektes ist dabei Basis und Startpunkt zugleich für die weitere wissenschaftliche Beschäftigung mit der globalen Erwärmung. Diese Entdeckung wird oftmals dem französischen Mathematiker und Physiker Jean Baptiste Joseph Fourier zugeschrieben, der von 1768 – 1830 lebte.

Richtig los ging es dann in den 1930er bis 1950er Jahren: Der deutsche Meteorologe und Klimaforscher Hermann Flohn wies auf die globale Erwärmung hin und nannte bereits damals das Verhalten des Menschen als Ursache der Entwicklung. Der wissenschaftliche Aufsatz von 1941, in dem er seine Theorie darlegte, trug entsprechend den bezeichnenden Titel:  Die Tätigkeit des Menschen als Klimafaktor.



Die Identifizierung dessen, was für die globale Erwärmung in hochgradigen Maße verantwortlich ist – die Anreicherungen von Kohlendioxid in der Atmosphäre – geht unter anderen auf den amerikanischen Ozeanographen und Klimatologen Roger Revelle zurück, der 1909 bis 1991 lebte. Heute erinnert an diesen Forscher noch der Name eines US-Navy Forschungsschiffes, das seinen Namen trägt.

Wladimir Peter Köppen, deutscher Geograph, Meteorologe, Klimatologe und Botaniker, lebte von 1846 bis 1940. Immer noch wichtig für die heutige Klimatologie ist vor allem seine Klimaklassifizierung der Erde. Er war der erste Forscher, der eine solche Klassifizierung nach objektiven Kriterien erstellte. Dabei kam er zu folgender Klimazoneneinteilung: Tropische Klimate, Trockenklimate, Warmgemäßigte Klimate, Schneewaldklima und Eisklimate jenseits der Baumgrenze oder Schneeklimate.

Heutzutage gibt es etliche weitere Klimaforscher, die daran arbeiten, weitere Erkenntnisse über die globale Erwärmung zu gewinnen. Aus den Medien bekannte Forscher sind zum Beispiel der pakistanisch stämmige Deutsche Mojib Latif, der bereits zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit entgegen nehmen durfte, so zum Beispiel den Max-Planck-Preis für öffentliche Wissenschaft. Der deutsche Helmut Graßl ist für seine frühen Warnungen vor der globalen Erwärmung in den 1980er Jahren bekannt und machte sich darüber hinaus im Zusammenhang mit der Ausarbeitung des Kyoto-Protokolls einen Namen.

Immer wieder gibt es von verschiedenen Seiten Befürchtungen, dass Klimaforscher aus politischen Gründen in ihrer Arbeit eingeschränkt werden, nicht unabhängig arbeiten können oder nicht genügend angehört werden. Skandale in diesem Zusammenhang gab es zum Beispiel im Falle James Hansen, einem Klimaforscher der US-Raumfahrtbehörde NASA. Er gab im Jahre 2005 und 2006 in verschiedenen Interviews mit amerikanischen Zeitungen an, dass auf ihn politischer Druck von Seiten des Weißen Hauses ausgeübt worden sei. So wären Pressemitteilung aus seinem Zuständigkeitsbereich im Nachhinein abgeändert worden. Die Zielrichtung sei dabei immer die gleiche gewesen: Die globale Erwärmung sollte verharmlost werden.



Gerade die Unabhängigkeit der Klimaforschung sowie aller Beteiligten ist aber entscheidend für die Identifizierung der tatsächlichen Gefahrenlagen und Aussichten. Denn nur so können ausreichende und wirksame Strategien entwickelt werden, die dazu beitragen der globalen Erwärmung entgegenzutreten.