Der Klimawandel ist das größte Problem im 21. Jahrhundert. Weltweit schmelzen Gletscher stark ab. Die Polarregionen verlieren unvorstellbare große Massen an Eis. Schwere Dürren verwüsten Länder. Immer mehr starke Stürme und Hurrikans (Bsp. Katrina) radieren ganze Landstriche aus. Der Klimawandel ist nicht nur ein zukünftiges Problem. Es betrifft uns heute schon. Diese Seite soll ihnen einen Überblick über die Probleme des Klimawandels, deren Ursachen und Folgen geben.
Der Klimawandel ist das wohl größte Problem dieses Jahrhunderts, eigentlich sollte das heißen, dass die Politik mit aller Macht versucht diese zu verhindern. Aber genau das Gegenteil ist der Fall.
Seit einigen Jahren sind die Begriffe „Globale Erwärmung“ und „Klimawandel“ wieder in aller Munde. Doch was bedeuten diese Wörter überhaupt? Welche Auswirkungen hat das Klima auf unser Leben? Wie könnte man dieses Phänomen aufhalten? Viele Fragen - viele Antworten.Zuerst müssen die beiden Begriffe „Globale Erwärmung“ und Klimawandel differenziert werden, da die Bedeutung vollkommen unterschiedlich ist. Ersteres bezeichnet die Klimaveränderung durch menschliche Einflüsse, letzteres die natürliche Veränderung.
Die UN-Organisation IPCC beschäftigt sich stetig mit neuen Erkenntnissen und veröffentlicht diese alle paar Jahre in einem Bericht („UN-Klimaprotokoll“). Der letztere Bericht machte endgültig klar, dass es das Phänomen Klimawandel überhaupt gibt, was manche Personen immer noch bezweifelten. Aber es sei noch nicht zu spät. Wenn die Weltgemeinschaft entschlossen handeln würde, wäre eine deutliche globale Erwärmung noch zu verhindern, hieß es. Doch dies ist äußerst fragwürdig. Allen voran die USA weitert sich, den CO2 Ausstoß zu senken, obwohl dies nur ein Bruchteil des BIP kosten würde. Der amerikanische Präsident Bush sieht diesen doch sehr geringen Beitrag bereits als Wirtschaftskiller. Aus europäischer Sicht sehr unverständlich! Aber auch die asiatischen Staaten wie China und Indien weigern sich, einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung der Emissionen zu leisten. Auch hier wird die Bedrohung des Wirtschaftswachstums als Ausrede vorgeschoben. Dies mag zwar durchaus stimmen (wenn auch nur in sehr begrenztem Maße), aber es ist doch wohl wesentlich sinnvoller, heute ein kleines Stück vom Wirtschaftsboom einzubüßen und so in die Zukunft zu investieren. So sieht die UN eine Erwärmung bis 2100 von bis zu 6,4 °C voraus, dies würde zu dramatischen Veränderungen führen. Ein paar Jahre Zeit haben wir also anscheinend noch, aber danach muss sich etwas bewegen, sonst sind die Folgen verheerend.
Bereits jetzt sind schon einige Folgen der Klimaerwärmung zu erkennen, wie der immer geringere Schneefall, der steigende Meeresspiegel und auch die Abschmelzung der Gletscher. Dies sind allerdings „nur“ die Auswirkungen für die Umwelt, hieraus resultieren verschiedene direkte Auswirkungen für den Menschen. So werden Gesundheitsrisiken vorhergesagt, wie eine deutliche Steigerung der Hitzetoten. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft ermittelte im Auftrag des WWF, dass es in Deutschland im Jahre 2100 12 000 zusätzliche Hitzetote geben wird. In den afrikanischen Ländern werden noch schlimmere und längere Dürren vorhergesagt, da die veränderte Meerestemperatur den Niederschlag beeinflussen würde. Zusätzlich versauern die Meere, was zu einer Bedrohung der Korallen und anderen Kleinstlebewesen führt. Die Auswirkungen auf das Ökosystem Ozean dürfen nicht unterschätzt werden, da diese deutlich zum Gleichgewicht auf der Erde beitragen. Auch der Anstieg des Meeresspiegels stellt eine direkte Bedrohung der Menschen dar, insbesondere der Bewohner Küstennaher Regionen. Aktuell steigt dieser bereits um drei cm pro Jahrzehnt, Wissenschafter sagen allerdings einen weitaus höheren Anstieg in einigen Jahrzehnten voraus. Und auch die Wirtschaft wird stark unter dem Klimawandel leiden, es scheint also insgesamt günstiger, heute zu versuchen, diesen zu verhindern bzw. abzuschwächen, als die Kosten für die Wirtschaft als Argument gegen anzugeben. So würde nach einer 2006 veröffentlichten „Stern“ Untersuchung die Klimaveränderung 5 bis 20 % der globalen Wirtschaftsleistung bis zum Jahre 2100 kosten. Eine Prävention (insbesondere Senkung des CO2 Ausstoßes) würde aber laut „Stern“ nur ca. 1 % des Welt BIPs kosten.
Politik unternimmt trotz vieler technischer Möglichkeiten nur wenig
Man kann also nur an die Weltgemeinschaft appellieren, sich zusammen zu raufen und sich für eine Reduzierung der Treibshausgase stark zu machen. Es sieht aber schlecht aus, besonders die Entwicklungsländer sträuben sich gegen die angeblich zu hohen Kosten. Dies führte auch zu einem Eklat auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz. Hier verweigerte Bundesumweltminister Gabriele im Namen der EU seine Unterschrift, er hielt das weichgespülte Dokument für inakzeptabel.
Die EU sowie die Bundesregierung sehen eine Schmerzgrenze von 2 °C, weiter dürfte sich das Klima nicht erwärmen. Hierzu müsste der CO2 Ausstoß bis ca. 2050 aber um 80-90 % gesenkt werden, was sehr schwierig sein wird. Die Bundesregierung plant derzeit eine Absenkung von 40 % bis 2020, was aber nicht reichen wird. Bislang zeigt sich weltweit noch ein starker Anstieg der Emissionen, was besonders durch den „Aufstieg“ Chinas kommen mag. Die einzige internationale Vereinbarung ist das Kyoto-Protokoll, das bereits von vielen Ländern unterschrieben wurde (außer den USA und Australien). Die Verpflichtungen sind allerdings nur sehr gering, außerdem reicht das Protokoll nur bis ins Jahre 2012. Derzeit wird an einer neuen Vereinbarung gearbeitet, bislang aber ohne größeren Erfolg.


